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Einführung

Von Harald Knauss
Die inneren Gesetze der Alchemie und des Heilungsprozesses haben mich schon immer fasziniert. Sieben Stufen oder Prozesse der Verwandlung oder Veredelung gibt es in der Alchemie, die nicht nur physikalische, chemische Vorgänge bedeuten, sondern sie stellen auch Phasen oder Abschnitte der Verfeinerung in der Entwicklung eines Lebewesens dar. Die Bezeichnung für die sieben Stufen des alchemistischen Wandlungsprozesses sind:
 
1. Stufe: Calcinatio - Verbrennung, Veraschung
2. Stufe: Sublimatio - Verflüchtigung, Veredlung
3. Stufe: Solutio - Lösung, Verflüssigung
4. Stufe: Putrefactio - Fäulnis, Verwesung
5. Stufe: Destillatio - Trennung, Scheiden, Kondensieren
6. Stufe: Coagulatio - Gerinnen, Verfestigen, neu zusammenfügen
7. Stufe: Tinctura - Färbung, Vollendung
 

Die sieben Stufen des Heilungsweges und die Tao-Essenzen
 

 

 

Das Buch zum Thema 

(Neuerscheinung Oktober 2009)

 

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Diese sieben Stufen der Verwandlung im alchemistischen Werk konnte ich auch im Heilungsweg wiederfinden. Durch meine Erkenntnisse reifte die Idee, ob es nicht möglich wäre, Essenzen herzustellen, die Menschen in der jeweiligen Phase begleiten können. Schon lange beschäftige ich mich mit Essenzen und habe u.a. die Germanischen Baumessenzen entwickelt. So begann ich zu experimentieren, bis die 7 Essenzen vollständig waren und ich nannte sie Tao-Essenzen, da dieser Begriff all das verkörpert, was vorher beschrieben wurde. Tao bezeichnet den Weg allen Seins, von seinem himmlischen Ursprungsquell hin zur irdischen Verkörperung und wieder zurück. Es ist der ewige Kreislauf der Wandlungen, der seiner Wirklichkeit nach aber eine Einheit ist und mit einem Kreis dargestellt wird. Das Symbol von Yin und Yang stellt diese tief mystische Beziehung zwischen Ganzheit (Geist, ungeoffenbarte Welt, die große „Leere“) und Dualität (körperliche und seelische Welt) dar. Die Alchemie greift den gleichen Gedanken auf und beschäftigt sich vor allem mit jenen Schritten oder Stufen des Weges, die letztendlich eine Verwandlung zurück zur geistigen Einheit ermöglichen, um die Dualität aufzuheben. Dabei betrachtet sie die absteigende Kreishälfte, die als Inkarnation oder Involution bezeichnet wird, also jene göttlichen Prozesse, die die Schöpfung konkret und wirklich werden lassen.

Die Alchemie vollzieht diese Schöpfungsschritte sozusagen rückwärts nach, um im aufsteigenden Kreisbogen, der Evolution, wieder den Punkt zu erreichen, wo Ganzheit möglich wird. Sie geht davon aus, daß es in jedem irdischen Wesen verborgen eine Energiestruktur höherer Ordnung gibt, die dem Geistigen oder Himmlischen zugehört. Dies ist der Seelenanteil im Menschen, der durch die Materie verhüllt wird und verborgen ist. Die daraus entspringenden Kräfte sind die des Aufbaus. Alles Substantielle oder Materielle dagegen existiert auf einer niedrigeren Energiestufe, denn in ihnen wirken die Kräfte des steten Abbaus. Im besten Falle existiert ein Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbaukräften. Aber im Alter oder im Falle einer Krankheit nehmen die Abbaukräfte überhand, sprich der Einfluß des Seelenanteils wird schwächer, da er sich der geistigen Ebene wieder zuwendet. Die Alchemie beschäftigt sich nun mit jenen Schritten oder Phasen der Verwandlung, die ein Wesen aus einem Zustand der niederen Energieordnung in jenen eines höheren überführt, so daß die Aufbaukräfte überwiegen. Dies geschieht über den Weg der Bewußtwerdung. Nach und nach verliert die Anziehungskraft der Materie an Einfluß und die Seelenkräfte werden stärker. Schlußendlich verschmilzen dann beide Kräfte zu einem Ganzen.

Heilung ist ebenfalls ein Prozess, ein Weg der Verwandlung, denn es gilt nicht von etwas zu heilen, sondern „in Richtung auf etwas hin“ zu heilen, nämlich auf das Ziel, so zu sein, wie jemand gemeint ist. Heilen bedeutet, den Menschen die Fähigkeit zu vermitteln, das Wunder ihrer eigenen Existenz zu sehen und das des Lebens selbst. Eine Pflanze wächst, wie sie gemeint ist. Der Mensch aber hat die Freiheit der eigenen Wahl, was mehr Möglichkeiten birgt, aber auch ein Mehr an Entscheidungskraft und Verantwortung erfordert. Krankheit als Krise ist immer eine Wegkreuzung im Leben, wo eine Zeit der Überprüfung erforderlich wird. Die Kräfte unseres irdischen Ichs und damit auch die des Körpers halten inne, damit unsere Seele nachkommen kann, damit wir unser Werk oder Leben aus ihrem Blickwinkel betrachten können. Eine amerikanische Therapeutin hatte einmal gesagt: „Krankheit ist eine Form der Meditation, denn oftmals ist sie der einzige Umstand, der offiziell der Erforschung unseres Inneren gewidmet ist.“ Krankheit bringt Wandlung mit sich, denn der Mensch wird nie wieder der, der er zuvor war. Betrachtet man diese Prozesse der Wandlung, die den Heilungsweg ausmachen, so können wir darin ebenfalls wichtige Phasen erkennen, die denen des Tao und der Alchemie gleich sind.

Die Verwandlung setzt sich aus drei Anteilen zusammen, die alle zusammen eine Einheit bilden:
• „Prima Materia – der irdische Mensch“
(Blei, Kot, Erde): das, was verwandelt werden soll

• „Alchemist - Seelenbewußtsein“
(Merkurius, Quecksilber): der Verwandelnde

• „Geist - der göttliche Mensch“
(Gold, Stein der Weisen): das zu werdende.

In der „Prima Materia“ (Ur- oder Ausgangsstoff), ein Zustand der Unvollkommenheit, liegt der Gegenpol, also das Vollkommene, schon verborgen. Materie galt den Alchemisten als dichteste, verdunkelte Form des Göttlichen. Das Göttliche hat es so angelegt, daß es den Alchemisten, sprich ein Bewußtsein, braucht, um das Vollkommene hervorzuwandeln und den Geist zu befreien. Während der Alchemist diese Prozesse vornimmt, verwandelt er nicht nur die Materie, sondern an ihm selbst vollzieht sich ein Gleiches und auch er geht als vollkommener, also als vollbewußter Mensch aus diesem Prozess hervor.

Damit geht es letztendlich um die Verwandlung des Unvollkommenen in der irdischen Natur in das Vollkommene, was auch ein Ansinnen des Heilens ist. Anschaulich darstellen läßt sich dies an der Arbeitsweise eines Bildhauers. Ein guter Bildhauer hat nicht eine Idee im Kopf und fängt dann an, wie wild auf irgendeinen Stein einzuhämmern, um ihm sein Bild aufzuzwingen. Der gute Bildhauer betrachtet und kontempliert einen Stein, erkennt, welches Bild in ihm verborgen ist und befreit dieses Bild aus dem Stein. Durch diesen Akt verwandelt sich der Bildhauer selbst, bleibt nicht mehr derselbe, der er vorher war. In der Krankheit erlebt sich der Mensch wie in einem Stein gefangen und er muß sich wieder auf das Wesentliche seines Lebens besinnen, das darin liegt. Dann kann er sich daran machen, seine Zukunft, seine Seele aus diesem Stein zu befreien. Der Therapeut kann ihn begleiten, aber nur der Patient selbst, sozusagen als Alchemist, kann sein Leben verwandeln.

Ausgangszustand Verwandlung Neue Stufe
„Prima Materia“
(Ausgangsstoff)
7 alchemistische Prozesse Lapis (Stein der Weisen, die Seelenqualität)
Natur Geschöpfe Geist
Körper Seele Geist
Irdisches Selbst (Krise, Krankheit, Unvollkommenheit) Erfahrung, Lernen, Selbsterkenntnis Bewußtsein
Gebundenheit Kreativität Befreiung
Irdischer Mensch (der „alte“ Mensch) Alchemist (der sich in den Prozess der Verwandlung eingebende Mensch) Geistiger Mensch (der „neue“ Mensch)

 

Essenzia e.K.   -   Am Murgdamm 7   -   D-76437 Rastatt